In finnischen Botschaften in Europa findet derzeit ein regelrechter Sauna-Boom statt: Im Januar lancierte die Londoner Botschaft Finnlands die Diplomatic Sauna Society London; im Februar organisierte die Botschaft von Finnland in Reykjavik einen Saunatag in der besten finnischen Sauna der Stadt; und zuletzt gründete die Botschaft von Finnland in Berlin ihre eigene diplomatische Sauna-Gesellschaft und erhielt für ihre Sauna das Qualitätszertifikat „Authentisches finnisches Saunaerlebnis“.

Nachdem die Botschaften Finnlands in Washington und London eine Diplomatic Sauna Society gegründet hat­ten, wollte auch die finnische Botschaft in Berlin ihre „Saunadiplomatie“ weiterentwickeln. Die deutsche Sauna­kultur unterscheidet sich ziemlich viel von der finnischen: In einer deutschen Sauna darf man bei­spiels­­­weise selbst keinen Aufguss machen, und zu viel Reden kommt auch nicht gut an. Die Botschaft wollte den Deutschen zeigen, wie es in einer echten finnischen Sauna zugeht. Außerdem wollte sie ihren Gästen ge­­mütliche Räumlichkeiten für strategische Networking-Veranstaltungen kleineren Umfangs anbieten. Und was könnte sich besser dafür eignen als eine finnische Sauna? Die einzige Regel der finnischen Sauna lautet: Es gibt keine Regeln. In der Sauna geht es vor allem um Entspannung.

Saunadiplomatie in die 2020er Jahre gebracht

Am ersten Saunaabend der Diplomatic Sauna Society Berlin wurde sowohl die Lancierung der Gesellschaft als auch die Verleihung des Qualitätszertifikats „Authentisches finnisches Saunaerlebnis“ an die Sauna der Botschaft gefeiert. Carita Harju, Geschäfts­führerin des Netzwerks „Sauna from Finland“, überreichte der Bot­­schaft das Zertifikat. Anwesend war auch ein weiteres Mitglied dieses Netzwerks:  Anneli Wilska von „Sauna und Garten“. Unter den Gästen waren außerdem Medienleute und Ver­treterinnen und Vertreter von Visit Finland und Business Finland. „Der in jeder Hinsicht warme Abend wird uns allen in Erinnerung blei­ben“, freut sich Carita Harju.

Die Saunaräumlichkeiten befinden sich im Parterre der Botschaft. Dort gibt es getrennte Saunas für Damen und Herren und einen Raum mit einer Feuerstelle für die Momente der Entspannung nach der Sauna. Als Material wurde finnisches Holz verwendet, kombiniert mit Glas, Stahl und hellem Beton. Laut Botschaftsrätin für Presse- und Kultur Tanja Huutonen ist der Saunabereich eine versteckte Perle im Botschaftsgebäude und stellt eine einzigartige Umgebung fürs Networking nach dem Arbeitstag dar.

„Saunadiplomatie“ hat in Finnland eine lange Tradition. In der derzeitigen politischen Lage ist es be­son­ders wichtig, alle Mittel der Diplomatie einzusetzen. Und was die Saunadiplomatie angeht, muss sie auf den Stand der 2020er Jahre gebracht werden. Wir wollen unseren Saunagästen nicht nur unsere Traditionen son­­dern auch das moderne und innovative Finnland präsentieren“, sagt Huutonen. So werden die Gäste wäh­­rend des Saunierens und danach über Themen wie Digitalisierung Finnlands und finnisches High-End-Design erfahren und Unternehmen im Wellness- und Gesundheitsbereich kennenlernen. „Und das kulina­ri­sche Finnland wird natürlich auch nicht zu kurz kommen“, lacht die Botschaftsrätin.

Ergebnis der Erneuerung: frischer und moderner Saunabereich

In beiden Saunaräumen wurde ein neuer Saunaofen von Harvia eingebaut, was die größte einzelne Ver­ände­rung darstellt. Außerdem wurden die alten deutschen Saunathermometer gegen neue, elegante Ther­mo­­­­meter des finnischen Unternehmens Hukka Design ausgetauscht. Um den Momenten der Ent­spannung nach der Sauna einen Hauch von Luxus zu verleihen, wurden leinene Bademäntel und -tücher der Firma Joki­piin Pellava gewählt. Die Duschräume wurden mit verwöhnenden Saunaprodukten von Osmia aus­ge­stattet. Durch ihre Düfte – beispielsweise Preiselbeere oder Teer – bringen die Produkte einen Hauch von Finn­land in die Berliner Sauna. Besondere Auf­merksam­­keit wurde dem visuellen Gesamteindruck und der Prä­sen­ta­tion der Produkte geschenkt. Darüber hinaus wurde bei jeder Entscheidung der Nach­haltig­keits­aspekt be­rück­­sichtigt: Bei­spiels­weise sind im Saunabereich Recycling-Behälter vorhanden, und bei den Produkten wur­den gro­ße Nach­füll­flaschen bevorzugt.

Obwohl der Entwicklungsprozess recht effizient und zügig durchgeführt wurde, haben die Mitglieder des Ent­wicklungsteams die Arbeit als ausgesprochen befriedigend erlebt. Laut Huutonen war es für das Team eine Freu­de, noch besser funktionierende Saunaräumlichkeiten für seine Gäste zu schaffen. Aber das Aller­wich­tigste ist, dass die Räume jetzt ein frisches, modernes und innovatives Bild von Finnland wiedergeben. „Dip­lo­matie und Sauna gehören zusammen. In der Sauna sind alle gleichwertig und Titel spielen keine Rolle. Zu­sam­men­arbeit vertiefen und Stärken Finnlands hervorbringen – dafür ist die entspannende Atmosphäre der fin­nischen Sauna eine hervorragende Umgebung“, fasst Tanja Huutonen die Rolle der Sauna in der Tätig­keit der nahen Zukunft zusammen.

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